Wie meistern Unternehmer und Selbstständige die Zeit der Corona-Krise? Ich möchte mich umfassend informieren und den Unternehmen im Landkreis Altenkirchen als Ansprechpartnerin zur Seite stehen.


Wie meistern Firmen die Corona-Krise?

Die Geschäftsführer der Bellersheim Unternehmensgruppe in Neitersen, Frau Simone Bellersheim, Herr Thomas Bellersheim und Frank Bellersheim nahmen sich die Zeit für ein sehr informatives Gespräch und berichteten ausführlich und beeindruckend über die Probleme und Hürden der vergangenen Wochen.

„Die Hygiene- und Schutzmaßnahmen für die Mitarbeiter aus allen Unternehmenszweigen schnellstmöglich einzurichten, war Anfangs gar nicht so einfach. Schutzmasken und Desinfektionsmittel waren zeitweise nicht zu bekommen,“ so Frau Simone Bellersheim.
„Die Abstands- und Hygieneregeln an den Tankstellen zu organisieren, war eine riesen Herausforderung,“ berichtete Frank Bellersheim.
Thomas Bellersheim erläuterte die Problematik der plötzlich steigenden Nachfrage, nach Abfallentsorgung. „Alle hatten Zeit für Gartenarbeit oder Ausmisten, das war zeitweise nicht zu bewältigen.“
Aber nicht nur die letzten Wochen waren Thema, sondern auch die alltäglichen Probleme wie die Arbeits- und Lenkzeiten der LKW-Fahrer, Nachwuchsschwierigkeiten, Fachpersonal, E-Mobilität, MwSt-Senkung, CO² Abgabe, alternative Energie oder der trockene Sommer im letzten Jahr, welcher dazu führte, dass die Rohstofflieferung über den Rhein, bedingt durch Niedrigwasser nicht möglich war.

Abschließend kann man aber auch hier, so wie in allen anderen Unternehmen die ich in den letzten Wochen besucht habe sagen, dass der Zusammenhalt und der Gemeinschaftssinn dazu beitragen, die Corona-Krise zu meistern.

Ein Besuch bei Schneider & Edl in Steinebach / Sieg.

Als Spezialist für Maschinenbau und CNC-Technik ist das Unternehmen seit über 40 Jahren am Markt tätig. Geschäftsführerin Julia Schneider lud mich zu einer kleinen Betriebsbesichtigung ein und berichtete über die Zeit in der Corona-Krise welche auf die Produktion bisher keinen größeren Einfluss hatte. Der Schwerpunkt lag hier im Schutz der Mitarbeiter und Koordinierung der Arbeitsabläufe unter Berücksichtigung der Corona-Schutzmaßnahmen.

Mein heutiger Besuch führte mich zum Technologie-Institut für Metall & Engineering „TIME“ nach Wissen. Seit 2009 unterstützt TIME, Unternehmen in der Region als Partner für Schweißprozessoptimierung, Produktoptimierung, Werkstoffkundliche Untersuchung, Simulation, Engineering, Anwendungsforschung, Aus_und_Weiterbildung und LEAN_Management.

Die Region Westerwald ist das Zentrum in Deutschland für Schweißtechnik, unzählige Unternehmen sind in diesem Bereich tätig. Umso wichtiger ist es, dass die Aus- und Weiterbildung sowie die Forschung und Entwicklung zentral erfolgen kann. „Die letzten Wochen waren natürlich auch durch die Corona-Krise geprägt, so Dr. Ralf Polzin – Geschäftsführer vom Institut „TIME“ in Wissen – man spürt aber, dass es wieder aufwärts geht. Wir gehen optimistisch in die Zukunft.“Aus- und Weiterbildung sollten grade in diesen Zeiten ein Mittel sein, um gut durch solche Krisenzeiten zu kommen. Das Technologie-Institut für Metall & Engineering ist ein kompetenter Ansprechpartner.

Ich bin der Einladung der Spedition Höhner gefolgt und konnte mich auch hier in einem persönlichen Gespräch mit den beiden Geschäftsführern Marc Höhner und Erhard Höhner über die Herausforderungen der letzten Wochen informieren.

Innerdeutsche Teil- und Komplettladungsverkehre sind die Hauptbetätigungsfelder der Spedition Höhner. Dabei liegt der Leistungsschwerpunkt auf den Routen Rheinland – Süddeutschland.

Im Bereich des Lieferverkehr waren die letzten Wochen sehr turbulent. Die erhöhte Nachfrage nach bestimmten Gütern, speziell im Einzelhandel musste logistisch gemeistert werden.
Dazu die Problematik der Einhaltung der Sicherheits- und Hygienemaßnahmen stellten auch hier die Mitarbeiter vor große Herausforderungen.

„Eines unserer größten Probleme war die Schließung der Rastanlagen. Eine kleine Pause mit frischen Kaffee oder eine warme Mahlzeit waren vielerorts nicht mehr möglich, selbst die Nutzung der sanitären Anlagen wurde den Fahrern verweigert,“ so Marc Höhner.

Generell wünschen sich die beiden Geschäftsführer, mehr Wertschätzung für ihre Fahrer.

Ich danke allen Mitarbeitern aus den Bereichen der Zulieferung, Spedition, Express- und Kurierdiensten für ihren Einsatz.

Ein weiterer Besuch führte mich zum REWI Druckhaus in Wissen. In einem persönlichen Gespräch stellte Geschäftsführer Dipl.Kfm Andreas Winters die Erfahrungen und Eindrücke der letzten Wochen dar. Produktionsausfälle bedingt durch den Wegfall von zum Beispiel Veranstaltungen, Festen, Jubiläen o.ä. sind natürlich erst mal eine Hürde, die es zu nehmen gilt. Alternativen sind gefragt. So nutzt man die vorhandenen Stanzmaschinen um Plastikvisiere herzustellen, die später als Gesichtsschutz dienen.

Stellvertretend für den Einzelhandel habe ich mich mit der Geschäftsführerin der PETZ REWE GmbH, Maike Sanktjohanser in der PETZ Zentrale in Wissen getroffen. Seit 1925 ist PETZ als Familienunternehmen regional ansässig und verwurzelt. „Die Corona-Krise stellt den Einzelhandel fast täglich vor neue Herausforderungen. Wie setzen wir die geforderten Schutz- und Hygienemaßnahmen um? Eine Frage, die wir uns für jeden Markt, bedingt durch bauliche Gegebenheiten und Ladengröße individuell stellen mussten. Unsere Märkte befinden sich in vier Bundesländern mit jeweils 4 unterschiedlichen Verordnungen. Da den Überblick zu behalten, ist eine der größten Hürden,“ so Maike Sanktjohanser. Nicht nur der Umgang mit der Corona-Krise und die Angst vor Ansteckung stellte die Mitarbeiter und Verantwortlichen im Einzelhandel vor ungeahnte Probleme, auch das Phänomen der sogenannten Hamsterkäufe zu Beginn der Corona-Krise war eine ungewohnte Situation. Hier möchte ich allen meinen herzlichen Dank aussprechen, zu keiner Zeit mussten wir auf etwas verzichten – es gab immer Alternativen.

DANKE an alle Mitarbeiter des Einzelhandel für den Einsatz in den letzten Wochen!

Wie meistern Unternehmer und Selbstständige die Zeit der Corona-Krise?

Vor einigen Tagen hatte ich die Gelegenheit zum allgemeinen Austausch, mit dem Vorstand der Leistungsgemeinschaft REGION Flammersfeld/Weyerbusch. Die Auswirkungen der Corona-Pandemie sind ganz individuell. Die Umsetzung der Schutzmaßnahmen oder die Beantragung der Landeshilfen waren Thema aber auch andere „Baustellen“, die man nicht aus den Augen verlieren darf. So braucht die Region ein besseres Tourismuskonzept, vor allem jetzt wo der Urlaub in Deutschland propagiert wird.

Der Straßenausbau im Kreis oder die Probleme bei der Bewilligung von Bauanträgen wurde angesprochen. Unser Landkreis hat viel zu bieten, wir müssen die Attraktivität für Kunden, Touristen, Geschäftspartner und Zulieferer weiter vorantreiben und fördern.

Baldauf auf Empfang!

Was für ein toller, informativer Tag!

Ich durfte dem Spitzenkandidaten der CDU für die Landtagswahl im nächsten Jahr, Christian Baldauf einen kleinen Teil meines Wahlkreises zeigen. Wir haben das Gespräch mit Bürgerinnen und Bürger aus ganz unterschiedlichen Bereichen gesucht.

Am Morgen ging es bei einem kleinen Frühstück darum, wie der kulturelle Bereich die Corona-Krise meistern kann. Den kulturellen Bereich mit all seinen Facetten, trifft es leider mit am härtesten. Hier braucht es dringend weitere Hilfen.

Danach sind wir der Einladung der Familie Fey in Kescheid gefolgt und durften deren landwirtschaftlichen Betrieb besichtigen und uns über die Herausforderungen informieren, die eine Bewirtschaftung eines Bauernhofes mit sich bringt. Das Einkaufsverhalten der Verbraucher nach dem Motto „Geiz ist geil“ stellt die Landwirte vor wirtschaftliche Herausforderungen.

Die Wertschätzung von Lebensmitteln war auch Thema beim nächsten Stop – das Team der Tafel in Altenkirchen setzt sich seit 15 Jahren dafür ein, dass keine Lebensmittel vernichtet werden und stattdessen an Bedürftige verteilt werden. Ein beeindruckender Besuch für alle Teilnehmer. Ich werde mich auch hier in naher Zukunft noch genauer informieren, um die Tafeln im AK-Land zu unterstützen.

Um (Aus-) Bildung ging es u.a. bei der Polizeiwache in Wissen die wir im Anschluss besuchen durften. „Der Respekt vor der Polizei darf nicht verwässert werden“, so Christian Baldauf.

Der Wald im Norden von Rheinland-Pfalz leidet im Vergleich deutlich mehr unter dem Borkenkäferbefall und der Trockenheit der letzten Jahre, als andere Wälder in RLP. Umso beeindruckender war die Waldbegehung für Christian Baldauf am Nachmittag mit Vertretern aus Wald- und Forstwirtschaft im Hauberg – Spielstück in Gebhardshain.

In Erinnerung an Friedrich-Wilhelm Raiffeisen besuchten wir im Anschluss das Raiffeisenmuseum in Hamm/Sieg und begaben uns danach zum Waldschwimmbad und Jugendcamp.

Zum Tagesabschluss gab es dann am Schützenhaus in Schönstein die Einladung „Auf ein Bier mit Christian Baldauf“, der einige Bürgerinnen und Bürger gefolgt waren. Die Stadt- und Feuerwehrkapelle präsentierte dazu ein paar musikalische Stücke. Ein beeindruckender Tag mit vielen Eindrücken und Informationen.

Ein herzliches Dankeschön an alle Helfer – ohne eure Unterstützung und Hilfsbereitschaft ist so ein strammes Programm nicht zu bewältigen. Ebenso ein herzliches Dankeschön an alle Besucher und interessierten Teilnehmer.

Jessica Weller, MdL